Welche Arten von Nahrung kann man Dörren?

Eigentlich kann man so ziemlich alle Lebensmittel dörren, die Feuchtigkeit enthalten. Neulinge, die sich zum ersten Mal ein Dörrgerät kaufen, fangen meist mit den gebräuchlichsten Fruchtsorten wie Äpfel, Birnen, Feigen oder Bananen an. Grundsätzlich gilt, dass die Frucht reif sein sollte, damit das Dörrobst später aromatisch und nahrhaft ist. Unreifes Obst ist farblos und hart, überreife Früchte hingegen sind weich und matschig. Wer glaubt, das sich auch minderwertige, alte Früchte zum Dörren eignen, weil die eh schon teilweise getrocknet und faltig sind, wird schnell eines besseren belehrt. Der Geschmack eines solchen Dörrguts ist meist nicht besonders lecker. Neben Gemüse und Obst kann man Fisch, Fleisch, Käse, Kräuter, Gurken, Tofu und selbst Joghurt dörren.

Welche Nährstoffe enthalten getrocknete Lebensmittel?

Dörren Tipps für Anfänger
Ganz egal, was man Dörrt - frisch und reif sollte es sein!

Frische Nahrungsmittel, die umgehend nach dem Einkauf bei max. 40 Grad Celsius gedörrt werden, sind eine perfekte Quelle für natürliche Vitamine, Fruchtzucker, Enzyme und Mineralien. Die Nährstoffe bleiben so besser erhalten, als wenn man die Früchte bspw. tagelang kühlt und so versucht, sie lange frisch zu halten. Lediglich die Vitamine A und C können auch beim schonenden Dörren verloren gehen. Diesen Verlust kann man allerdings durch eine sorgsame Vorbehandlung des Dörrguts sowie einer luftdichten späteren Verwahrung minimieren.

 

Wie gut schmeckt gedörrte Nahrung überhaupt?

 

Durch den Entwässerung des Dörrguts wird der Geschmack des Lebensmittels sogar noch intensiviert. Vor allem Kräuter gewinnen an Aroma. Der Geschmack von Gemüse, wie bspw. Karotten, wird verstärkt. Zuckerhaltige Früchte werden durch das Dörren im Geschmack süßer. Trotzdem bleibt der Kaloriengehalt derselbe. Daher sind – nicht nur unter Rohköstlern - vor allem getrocknete Früchte als gesunde Süßigkeiten sehr gefragt. Haben Kinder erst einmal leckere Dörrsnacks gekostet, sind sie ganz verrückt nach getrockneten Früchten wie Bananen, Ananas oder Birnen.

 

wie stark unterscheidet sich dörrobst GESCHMACKLICH von frischem obst?

Lebensmittel, die man normalerweise kocht, sind im gedörrten Zustand kaum von der gekochten Nahrung zu unterscheiden. Gedörrter Spinat bspw. schmeckt fast genauso wie das frisch aus dem Garten geerntete Gemüse. Viele Früchte wie bspw. Trauben verändern hingegen ihren Geschmack im gedörrten Zustand. Als Rosinen sind sie geschmacklich nicht wiederzuerkennen, wobei jede der beiden Snacks ihren Reiz hat. Einen ähnlich großen Unterschied stellt man bei der Ananas im frischen bzw. gedörrten Zustand fest. Grundsätzlich gilt, man sollte experimentierfreudig sein, um möglichst schnell herauszufinden, welche getrockneten Nahrungsmittel man persönlich am leckersten findet.

Wie viel zeit benötigt der dörrvorgang?

Diese Frage ist wohl eine der von Neulingen am häufigsten gestellten Fragen. Natürlich gibt es grobe Richtlinien. Vieles hängt jedoch davon ab, wie frisch Ihr Dörrgut ist in wie dick die einzelnen Stücke sind. Je frischer die Frucht, desto höher der prozentuale Feuchtigkeitsanteil. Je dicker die Stücken sind, desto länger dauert es, bis die Wärme das Innere des Dörrguts erreicht hat. Machen Sie sich daher lieber etwas mehr Arbeit und schneiden die Stücke etwas kleiner. Das spart Zeit und Stromkosten. Ebenso wichtig ist, dass alle Stücke in etwa gleich groß und dick sind. Dörr-Profis arbeiten daher mit manuellen oder elektrischen Schneidehilfen, die gewährleisten, das jedes Stück Dörrgut gleich groß ist. Dieser Trick ist essenziell und sollte von jedem -DörrAnfänger übernommen werden.  Ansonsten sind nicht alle Dörrteile gleichzeitig fertig. Das führt zu Frust, da entweder ein Teil des Dörrguts schnell schlecht wird (zu hohe Restfeuchtigkeit), oder zum mühseligen mehrmaligen Heraussammeln des bereits getrockneten Dörrguts während das Dörrens. Am entscheidendsten für die Frage der Länge des Dörrvorgangs ist jedoch die Höhe der Temperatur. Je heißer, desto schneller geht es. Allerdings geht das dann auf Kosten der Qualität. Letztendlich muss man experimentieren, des öfteren mal das Dörrgut manuell auf den Trockenheitsgrad überprüfen und schließlich hat man dann nach wenigen Dörrvorgängen den Bogen raus. Es ist übrigens kein Problem, verschiedene Arten von Dörrgut innerhalb eines Dörrvorgangs gemeinsam zu dörren. Allerdings ist es wahrscheinlich, das ein Dörrgut länger benötigt als das andere und man deshalb die zuerst getrockneten Lebensmittel auch als erstes aus dem Dörrgerät entfernt.

welche temperatur sollte man beim trocknen wählen?

Das hängt natürlich auch von der Art des Dörrguts ab. Zum Beispiel dörrt man Fisch und Fleisch am besten bei ca. 68 ° C, während man Kräuter bei lediglich 35 ° C trocknen darf. Wählen Sie eine höhere Temperatur, verbrennen die Kräuter schlichtweg im Dörrgerät. Das meiste Dörrgut kann man mit verschieden hohen Temperaturen trocknen. Je nachdem, wie schnell es gehen soll und wie schonend man trocknen möchte. Sollen möglichst viele Vitamine und Enzyme erhalten bleiben, darf die Temperatur nicht über 40 ° C eingestellt werden. Hierbei spricht man dann von "Dörren in Rohkostqualität".  Nachfolgend hier noch einige cirka Temperaturempfehlungen, damit Ihr Dörrgut perfekt wird, bezogen auf eine ungefähre Dörrzeit von 24 Stunden: Früchte und Fruchtleder bei cirka  57 ° C - Gemüse bei  ca. 52 ° C - Zubereitung von Joghurt bei rund 46 ° C.

Wie lange kann man gedörrte lebensmittel lagern?

Das ist natürlich abhängig vom jeweiligen Dörrgut und von den Umständen der Lagerung. Gedörrtes sollte, bei einer Raumtemperatur von maximal 21 ° C -  immer luftdicht verschlossen gelagert werden. Dann halten sich gedörrte Lebensmittel am längsten. Nachfolgend einige Beispiele:

  • Obst 3-5 Jahre
  • Brokkoli 8 -10 Jahre
  • Weißer Reis 8-l0 Jahre
  • Mais 8 -12 Jahre
  • Zwiebeln 8 -12 Jahre
  • Pfeffer 8 -12 Jahre
  • Käsepulver 10-15 Jahre
  • Backmehl 12-15 Jahre
  • Milchpulver 15-20 Jahre
  • Nudeln 15-20 Jahre
  • Kidney-Bohnen 18-20 Jahre
  • Äpfel 20-25 Jahre
  • Kartoffeln 20-30 Jahre
  • Honig, Salz, Zucker unbegrenzt

dörren mit dem Backofen - geht das?

Ja, so ein professionelles Dörrgerät ist nicht gerade billig. Was läge da näher, als nach günstigen Alternativen Ausschau zu halten? Wissen Sie, wir verkaufen Dörrgeräte und natürlich ist es nicht in unserem Sinne, wenn Sie statt des Dörrgerätekaufs lieber auf den Backofen zurückgreifen - aber es wäre auch nicht in Ihrem Sinne! Es gibt zahlreiche Argumente gegen den Backofen. Um hier einen Vergleich zu ziehen, muss man aber die Erfahrung gemacht haben, wie hochwertig die Dörrqualität eines professionellen Geräts ist. Ansonsten ist es so, dass ein Backofen keine exakte Temperatureinstellung hat, sondern nur eine ungefähre. Der Backofen verfügt nicht über die feingliedrigen Dörrgitter, die ein Anbrennen unmöglich machen. Im Backofen brennt trotz Backpapier schnell mal was an. Um dies einigermaßen zu verhindern, müssten Sie alle Stunde das Dörrgut wenden. All das entfällt bei einem hochwertigen Dörrautomaten. Ein Backofen ist auch nicht darauf ausgelegt, sich 24 Stunden und länger im Dauerbetrieb zu befinden. Sie riskieren also elektrische Defekte und eine deutlich verringerte Lebensdauer Ihres Küchengeräts. Ein weiterer Faktor sind die geringere Dörrfläche (ein Profi-Dörrgerät verfügt über bis zu 10 Einschüben) und der höhere Stromverbrauch. Am Ende zahlt man also für dieses Experiment drauf und muss sich mit einer klar schlechteren Dörrqualität zufrieden geben.

was sollte ich beim kauf meines ersten dörrgeräts beachten?

Wichtig ist zum einen, dass sich das Gebläse seitlich oder hinter den Dörretagen befindet. Dies bietet die gleichmäßigste Versorgung des gesamten Dörrguts mit warmer Luft - überall mit exakt der gleichen Temperatur. Ist das Gebläse im Fußbereich untergebracht, besteht die Gefahr, dass die oberen Dörretagen mit weniger warmer Luft versorgt werden, als die unteren. Dadurch entsteht das Problem dass das untere Dörrgut schneller fertig ist als das obere. Die Gitter sollten mindestens aus BPA-freiem Kunststoff gefertigt sein. Optimal, aber auch teurer, sind Edelstahleinschübe. Weiterhin sollte man sich langlebige Dörrfolien anschaffen. Diese verhindern ein ankleben und heruntertropfen von Dörrgut. Backpapier reicht da leider nicht aus und ist auch nicht wiederverwendbar. Wichtig ist weiterhin, dass man jederzeit das Dörrgut begutachten kann, um beurteilen zu können, wie viel Zeit die Trocknung noch benötigen wird. Optimalerweise verfügt das Dörrgerät daher über eine Glastür. Um eine perfekte Dörrqualität zu erzielen ist zudem eine stufenlose Temperaturregelung und eine Zeitschaltuhr (Timer) von Vorteil.

 

Achten sie auf einen deutschen garantiegeber

Viele Geräte bieten hierbei eine moderne digitale Steuerung, mit der man langfristig betrachtet am meisten Spaß hat. Der Motor sollte eine ausreichende Stärke aufweisen. Pro Dörretage sollten es nicht weniger als 50 Watt Motorleistung sein. Es sollte nach Möglichkeit eine klar längere Garantiezeit als die gesetzlichen zwei Jahre bieten. Der Garantiegeber sollte ein deutsches Unternehmen sein. Wichtig ist zu wissen, das bei ausländischen Herstellern nicht der Hersteller selbst die Garantie ausspricht, sondern der Importeur. Das wissen viele nicht. Daher sollte man sich gut überlegen, ob man ein vermeintlich günstigeres Angebot eines Händlers mit Sitz im Ausland nutzt. Hier könnte es im Garantiefall passieren, dass Sie das Gerät auf eigene Kosten ins Ausland zur Reparatur schicken müssen. Zudem dürfte es wesentlich länger dauern, bis Sie das reparierte Gerät zurückbekommen. Kommt es zum Streitfall, befindet sich der Gerichtsstand oftmals im Ausland...


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